{{Short description|Valley in the Palatine Forest of Germany}} {{Expand German|topic=geo|date=March 2022}}{{Infobox Tal |name = Holpertal |photo = Das obere Holpertal.JPG |photo_caption = The Upper Holpertal: view looking northeast to the Burgberg (rear left) the ruins of Meistersel and the pass of Drei Buchen |elevation = 250-400 metres |length = {{convert|1.5|km|abbr=on}} |location = Rhineland-Palatinate, Germany |range = Palatinate Forest (Haardt mountains) |coordinates = {{coord|49.270802|8.014845|region:DE-RP}} |type = V-shaped valley |age = Bunter, Zechstein |watercourses = Holperbach |footnotes = several castles; Brushmakers' Museum, Ramberg; forestry; tourism (hiking trails) }} The '''Holpertal''' is a valley, just one and a half kilometres long, in the central Palatine Forest of Germany. It lies within the municipality of Ramberg in the county of Südliche Weinstraße in the state of Rhineland-Palatinate. Its V-shaped cross-section was cut by the waters of the Holperbach stream, which has incised deeply into the rock layers of the Lower Bunter. The valley floor climbs from an elevation of about 250 metres to well over 400 metres. Its slopes are covered with mixed forest and sweet chestnut. Whilst at one time, the valley produced raw materials for the traditional broom and brush-making industries, today forestry and tourism predominate.

In the immediate vicinity of the Holpertal are a number of points of interest that include the castle ruins of Meistersel, Ramburg and Neuscharfeneck Castle, the Brushmakers' Museum in Ramberg and a number of hiking destinations.

== Geography ==

=== Location === The Holpertal lies in the eastern part of the Palatine Forest a few kilometres from the edge of the Haardt and, together with the Nonnental, forms the northern head of the Ramberg valley.<ref name="karten">{{cite web |url=http://www.lvermgeo.rlp.de/shop/ |author=Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz |title=Topographic maps, 1:25,000 and 1:50,000 series |access-date=2011-06-15 |archive-date=2012-07-21 |archive-url=https://web.archive.org/web/20120721174629/http://www.lvermgeo.rlp.de/shop/ |url-status=dead }}</ref> <!-- Es erstreckt sich nördlich der Wohnbebauung von Ramberg etwa 1,5 Kilometer nach Nordosten und steigt dabei von etwa 250 auf gut 400&nbsp;m ü.&nbsp;NHN an, was zu einem relativ steilen Anstieg der Talsohle von durchschnittlich 10 Prozent entsprechend 10 Höhenmetern auf 100&nbsp;m Wegstrecke führt.<ref>Man erhält den Wert für die durchschnittliche Steigung bzw. das Gefälle des Tales, indem man einen Quotienten aus der Differenz zwischen dem höchstem und niedrigstem Punkt des Talraums – der Höhenspannweite (hier 150&nbsp;m) – und der Länge des Tales (hier 1500&nbsp;m) bildet. Der erhaltene Dezimalwert (hier 0,1) kann als Prozentwert (hier 10 Prozent) ausgedrückt werden.</ref> Nordnordwestlich der Passhöhe Drei Buchen (403&nbsp;m ü.&nbsp;NHN), die das Ramberger Tal vom Modenbachtal trennt, endet das Tal zwischen dem Drenselberg im Nordwesten und der Burgruine Meistersel im Südosten.<ref name="lanis">{{cite web |author=LANIS |title=Topographische Karte |url=http://map1.naturschutz.rlp.de/mapserver_lanis/index.php?mapxy=2646652,5461261&scale=2612&layers=landes_grenze,tk_farbe&pois=0 |access-date=2011-06-19}}</ref> Der Eingang des Holpertals ist von Ramberg aus auch mit Kraftfahrzeugen erreichbar. Es wird von mehreren Waldwegen durchzogen, die in das lokale Wanderwegenetz der Gemeinde Ramberg eingebunden sind.<ref>Gemeinde Ramberg: [http://www.ramberg.de/tourismus/Halbtagswanderungen.pdf?PHPSESSID=8b5ca2531195292c18101a8a69d4d3f7 Halbtagswanderungen im Gemeindegebiet von Ramberg]. Abgerufen am 6. Juli 2011</ref> Dabei handelt es sich neben einem kleineren Rundweg mit der Markierung Nummer 23 vor allem um den ''Bürstenbinderweg'' – Markierung Nummer 26 – und den ''Museumsweg'' – Markierung Nummer 27 –, durch die eine Beziehung zur jahrhundertealten Ramberger Handwerkstradition des Bürstenbindens hergestellt wird (siehe Abschnitt Museen).

=== Gewässer === Das untere Holpertal wird vom Holperbach durchflossen, der 1,2 Kilometer lang ist. Er entspringt auf etwa 330&nbsp;m ü.&nbsp;NHN und mündet nach relativ starkem Gefälle mit einer Höhendifferenz von 70&nbsp;m auf einen Kilometer am Talausgang in den Dernbach. Dieser vereinigt sich zunächst mit dem Eußerbach zum Eisbach, der bei Albersweiler die Queich erreicht, einen linken Nebenfluss des Rheins.<ref name="karten" />

=== Berge === Das Holpertal weist eine enge Sohle und steile, zum Teil mit Felsen durchsetzte Hänge auf. Es ist von Bergen umgeben, die eine Höhe bis über 600&nbsp;m ü.&nbsp;NHN erreichen. Nächstgelegene Erhebungen sind im Westen der Harzofenberg (556&nbsp;m ü.&nbsp;NHN), im Norden der Drenselberg (524&nbsp;m ü.&nbsp;NHN), im Osten der Roßberg (637&nbsp;m ü.&nbsp;NHN) und im Süden der Orensberg (581&nbsp;m ü.&nbsp;NHN).<ref name="karten" /> Errechnet man den Mittelwert dieser Daten, so erhält man als durchschnittliche Höhe der das Holpertal umgebenden Bergrücken einen Wert von 574&nbsp;m ü.&nbsp;NHN. Die Differenz zwischen diesem Wert und dem mit 250 m ü. NHN tiefsten Punkt des Holpertals beschreibt den maximalen Höhenunterschied zwischen Talsohle und gemittelter Höhe der Bergrücken bzw. die maximale Tiefe des Tales. Sie beträgt im vorliegenden Falle 324&nbsp;m, ein Wert, der für ein Mittelgebirgstal relativ hoch ist. Ursächlich ist die geomorphologische Struktur des Holpertales, das tief in die Gesteinsschichten des Buntsandsteins eingeschnitten ist (siehe Abschnitt Geologie).

=== Klima === Das Ramberger Tal wird von den für den Pfälzerwald typischen atlantischen Einflüssen mit mäßig warmen und feuchten Luftmassen geprägt. So beträgt die mittlere Jahrestemperatur laut dem im Jahre 1957 erschienenen Klimaatlas Rheinland-Pfalz im Talschluss des Holper- und Nonnentals etwa 8&nbsp;°C.<ref name="klima-atlas">{{Literatur |Herausgeber=Deutscher Wetterdienst |Titel=Klima-Atlas von Rheinland-Pfalz |Verlag=Blatt 6 f.; auf Blatt 11 „Mittlere wirkliche Lufttemperatur; Jahr“ ist deutlich die ''8°-Isotherme'' zu erkennen, welche das Ramberger Tal und damit auch das Holpertal in einer Höhe von etwa 300 bis 400&nbsp;m ü.&nbsp;NHN umschließt}}</ref> Dabei sind die mikroklimatischen Voraussetzungen enger Gebirgstäler wie verstärkte nächtliche Abkühlungseffekte und geringere Sonneneinstrahlung mit zu berücksichtigen. Ergänzt man die Angaben des Klimaatlas durch neuere Daten des Deutschen Wetterdienstes<ref name="wetter-und-klima">{{cite web |url=http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&_pageLabel=dwdwww_start&_nfls=false |author=Deutscher Wetterdienst |title=Wetter und Klima aus einer Hand, Messwerte für den Zeitraum 1961–1990, Erscheinungsdatum 21. September 2010 |access-date=2011-06-15}}</ref> aus den Jahren 1961 bis 1990, so lässt sich für das obere Holper- und das Nonnental ein extrapolierter Wert von etwa 900&nbsp;mm Jahresniederschlag ableiten. Im Vergleich dazu registrieren etwas weiter westlich liegende Messstationen des Deutschen Wetterdienstes aufgrund von Steigungsniederschlägen („Luv-Effekte“) überdurchschnittlich hohe jährliche Niederschlagsmengen zwischen 910 mm in Annweiler am Trifels und 1125&nbsp;mm am Forsthaus Taubensuhl.<ref>Michael Geiger/Manfred Kurz: ''Wetter und Klima in der Pfalz''. In: Michael Geiger u. a. (Hrsg): ''Geographie der Pfalz''. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau/Pf. 2010, S. 143</ref>

== Geologie == thumb|Ramberger Tal mit Seitentälern, rechts der Eingang des Holpertals Der Buntsandstein und in geringerem Maße auch der Zechstein prägen die Oberflächengestalt des Pfälzerwalds<ref name="haneke-weidenfeller">{{Literatur |Autor=Jost Haneke und Michael Weidenfeller |Titel=Die geologischen Baueinheiten der Pfalz |Herausgeber=Michael Geiger u.&nbsp;a. |Sammelwerk=Geographie der Pfalz |Verlag=Verlag Pfälzische Landeskunde |Ort=Landau (Pfalz) |Jahr=2010 |Seiten=76–77 |Kommentar=Tabelle und Karte}}</ref> und somit auch die morphologische Struktur des Holpertals als felsiges Kerbtal. Landschaftsbestimmend sind dabei in erster Linie Formationen des Unteren Buntsandsteins, wobei vor allem den nach dem Felsenriff des Trifels benannten Trifelsschichten eine besondere Bedeutung zukommt. Ihre Sandsteine enthalten viel Quarz; sie sind deshalb stark verfestigt und verwittern zu sandigen, nährstoffarmen Böden. Daneben wurden an tieferen Stellen des Holper- und Dernbaches durch Erosion auch Formationen des Zechsteins aufgeschlossen, wobei vor allem die Annweilerer Schichten mit Fein- und Mittelsandsteinen und die Speyerbachschichten mit braunroten Tonsteinen vertreten sind. Weil diese Materialien von weicherer Konsistenz sind, wurden sie unterhalb des Holpertales im Mündungsbereich des Holperbaches in den Dernbach und in dessen weiterem Verlauf stärker ausgeräumt. Dadurch erweiterte sich ab dort die Talsohle des ursprünglichen Kerbtals zu einem Kastental, das Dernbach- und später Eisbachtal genannt wird.<ref name="landesamt-geologie-bergbau">{{cite web |author=Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz |url=http://mapserver.lgb-rlp.de/php_guek/index.phtml?CMD=ZOOM_SCALE&scale=510000 |title=Geologische Übersichtskarte Rheinland-Pfalz |access-date=2011-06-15}}</ref>

Die Sandböden des Holpertals sind sehr wasserdurchlässig, so dass das Niederschlagswasser schnell in den Boden einsickern kann; es wird im Gestein der Trifelsschichten als Grundwasser gespeichert und weitergeleitet.<ref name="kaercher-heitele">{{Literatur |Autor=Thomas Kärcher, Hubert Heitele |Titel=Das Grundwasser und seine Nutzung |Herausgeber=Michael Geiger u. a. |Sammelwerk=Geographie der Pfalz |Verlag=Verlag Pfälzische Landeskunde |Ort=Landau (Pfalz) |Jahr=2010 |Seiten=114–127}}</ref> Dabei fungieren Schiefertone der Speyerbachschichten als Quellhorizont, an dem der Holperbach als Schichtquelle austritt. Angesichts der Siedlungsferne der Quelle sowie wegen der Mineralarmut und Filterfunktion des Buntsandsteins enthält das Wasser nur wenige Lösungsstoffe, was zu niedriger Wasserhärte mit dem Härtebereich ''weich'' führt.<ref name="heitele-kotke-fischer">{{Literatur |Autor=Hubert Heitele, Dietmar Kotke, Herrmann Fischer |Titel=Das Grundwasser und seine Nutzung |Herausgeber=Michael Geiger u. a. |Sammelwerk=Der Pfälzerwald, Porträt einer Landschaft |Verlag=Verlag Pfälzische Landeskunde |Ort=Landau (Pfalz) |Jahr=1987 |Seiten=253–262}}</ref>

== Flora == thumb|Unteres Holpertal: Blick Richtung Dernbach, dahinter der Burgberg der Ramburg Der größte Teil des Tales ist bewaldet, nur entlang des Talgrundes wechseln Wiesen und künstlich von Bäumen und Sträuchern freigehaltenes Gelände mit Buschwerk, kleineren Fichtengruppen und Erlen ab. Im oberen Bereich des Tales und an seinen Hängen gibt es Mischwälder mit Kiefern, Buchen, Eichen, Lärchen und anderen Baumarten. Die Edelkastanie, die auch in den Wäldern oberhalb von Ramberg häufig in größeren Beständen anzutreffen ist, wurde schon im 1.&nbsp;Jahrhundert n.&nbsp;Chr. von den Römern im Gebiet der heutigen Pfalz eingebürgert und findet besonders im milden Klima des Haardtrandes gute Wachstumsbedingungen vor.<ref>Edmund Mainberger: ''Der Wald''. In: Michael Geiger u. a. (Hrsg): ''Der Pfälzerwald, Porträt einer Landschaft''. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau/Pf. 1987, S. 101–126</ref>

== Geschichte == Der Name des Holpertals erklärt sich aus dem unebenen und mit Felsbrocken übersäten Talgrund, dessen Hänge ziemlich steil ansteigen („holpriges Tal“).<ref name="vater">Siegfried Vater: ''Zur Etymologie der Flurnamen im Ramberger Tal, derzeitiger Forschungsstand''. Mündliche Mitteilung, Billigheim-Ingenheim 2011</ref> Das Gebiet gehörte zum Ramberger Gemeindewald. Bei der Einmündung des Holperbachs in den Dernbach weisen der Straßenname ''Mühlstraße'' und eine teichartige Erweiterung des Holperbachs als Überbleibsel eines Stauweihers darauf hin, dass dort einst eine Wassermühle stand.

Nach der napoleonischen Zeit wurde die Pfalz dem Königreich Bayern zugeschlagen, dessen Verwaltung manche Fachausdrücke aus dem Französischen beibehielt. So wurden Forstabteilungen weiterhin als „District“ bezeichnet und nur die Schreibweise zu „Distrikt“ eingedeutscht: 1835 ließ die Gemeinde eine gewölbte Brücke im ''Distrikt Holberthal'' bauen<ref name="amts-und-intelligenzblatt">{{cite book |author=Königlich Bayerischer Rheinkreis |title=Amts- und Intelligenzblatt des Königlich Bayerischen Rheinkreises |date=Speyer 1835 |pages=[https://archive.org/details/bub_gb_9fREAAAAcAAJ/page/n561 658] |url=https://archive.org/details/bub_gb_9fREAAAAcAAJ |quote=Holberthal.|access-date=2011-06-19}}</ref>, also wohl über den Holperbach, 1851 versteigerte sie Holz aus dem ''Distrikt Holperthal''.<ref name="eilbote">{{cite web |author=Der Eilbote |title=Tageblatt für die Stadt und den Bezirk Landau |date=Landau in der Pfalz 1851 |pages=354 |url=https://books.google.com/books?id=SVNEAAAAcAAJ&dq=Holperthal&pg=PA354 |access-date=2011-06-19}}</ref>

Das Tal wurde in den 1960er Jahren als Ferienwohngebiet genutzt. Aus dieser Zeit stammen einige kleine Immobilien, die teilweise noch Wohnzwecken dienen. Bei der Ausweisung des Pfälzerwalds als Landschaftsschutzgebiet im Jahr 1967 wurde das Holpertal zum ''Außenbereich'' erklärt und den Wohnbauten Bestandsschutz zugesprochen. Seit Einrichtung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord 1998 unterliegt das Tal den Vorschriften des Naturschutzes.<ref name="landesrecht">{{cite web |url=http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/f51/page/bsrlpprod.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-NatPPf%C3%A4lzerwaldVRP2007rahmen&doc.part=X&doc.price=0.0#jlr-NatPPf%C3%A4lzerwaldVRP2007rahmen |author=Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz |title=Landesverordnung über den „Naturpark Pfälzerwald“ als deutschen Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen vom 22. Januar 2007 |access-date=2011-06-17}}</ref>

== Sehenswürdigkeiten == === Bauwerke === [[File:Meistersel Pallasrest.jpg|thumb|upright|Ruine Meistersel, Mauerrest des Palas]] In einem Umkreis von zwei Kilometern liegen die Ruinen der mittelalterlichen Burgen Ramburg, Meistersel – auch ''Modeneck'' oder ''Modenbacher Schloss'' genannt – und Neuscharfeneck. Burg Meistersel ist nur wenig vom oberen Ende des Holpertals entfernt, das unterhalb der Burg verlaufende Modenbachtal gilt als „landschaftlich besonders schöne Strecke“.<ref name="generalkarte">Die Generalkarte Nr. 15, Mairs Geographischer Verlag, Ostfildern 2004</ref> Gegenüber der Meistersel, links über dem Modenbachtal, befinden sich die spärlichen Reste der Frankenburg, die auch ''Frankenfelsen'' genannt werden.

Drei Kilometer vom Holpertal entfernt steht im Norden auf dem 613&nbsp;m hohen Steigerkopf der Schänzelturm, der an eine Schlacht von 1794 zwischen Preußen und französischen Revolutionstruppen erinnert.<ref name="tafel">Erinnerungstafel vor Ort</ref> Ebenso weit im Süden liegt am Orensberg der Ringwall einer karolingischen Fliehburg<ref>Hans Erich Kubach, Lala Aufsberg: ''Die Pfalz. Deutsche Lande, deutsche Kunst.'' 2. Auflage, Deutscher Kunstverlag, 1966, S.&nbsp;26.</ref> aus dem 8.&nbsp;Jahrhundert.--><!-- <ref name="uni-trier">Universität Trier</ref> --><ref name="denkmalpflege-speyer">Amt für Archäologische Denkmalpflege Speyer</ref> <!-- === Naturdenkmäler === thumb|links|Angeblicher „Gletschertopf“ auf dem Kesselberg Etwa 2,5 Kilometer nordöstlich des Holpertals befinden sich im Gipfelbereich des Kesselbergs (661,8&nbsp;m ü.&nbsp;NHN), des zweithöchsten Berges im Pfälzerwald, Felsgebilde mit schüsselförmigen Vertiefungen, die in älteren Quellen häufig als Opferschalen oder Gletschermühlen bezeichnet werden. Diese Aussagen sind jedoch weder durch historische noch durch geologische Untersuchungen belegbar und lassen sich nicht aufrechterhalten; da der Pfälzerwald wegen seiner relativ geringen Höhenlage während der Eiszeiten nicht vergletschert war, können keine glazialen Überformungen wie zum Beispiel Gletschertöpfe oder -schrammen aufgetreten sein. Ursächlich für die Phänomene waren stattdessen Erosionsprozesse, die über Jahrmillionen aus den unterschiedlich harten Gesteinsschichten des Buntsandsteins (Karlstalschichten; obere Felszone mit Kugelfelshorizont) die eigenartig geformten Vertiefungen herausmodelliert haben.<ref name="wittner">{{Literatur |Autor=Heinz Wittner |Titel=Großer Pfalz-Führer |Verlag=Deutscher Wanderverlag Dr. Mair & Schnabel |Ort=Stuttgart |Jahr=1981 |Seiten=274}}</ref> <br style="clear:left;" />

=== Museen === thumb|Das Bürstenbindermuseum in Ramberg thumb|upright|Aussichtspunkt: Orensfelsen auf dem Orensberg Die Gemeinde Ramberg war seit dem 18. Jahrhundert über die Grenzen der Pfalz hinaus für ihre Bürstenbinder und Bürstenhändler bekannt; über lange Zeit waren dies nahezu die einzigen Berufe, die in dem abgeschiedenen Ort ausgeübt wurden.<ref name="paul-239">{{Literatur |Autor=Roland Paul |Titel=Von alten Berufen im Pfälzerwald |Herausgeber=Michael Geiger u. a. |Sammelwerk=Der Pfälzerwald, Porträt einer Landschaft |Verlag=Verlag Pfälzische Landeskunde |Ort=Landau (Pfalz) |Jahr=1987 |Seiten=239–252}}</ref> Zunächst in mühsamer Handarbeit zu Hause, dann in industrieller Fertigung wurden Besen, Bürsten, Schrubber und ähnliche Gebrauchsgegenstände hergestellt. So gab es 1907 in Ramberg acht Bürsten- und Bürstenholzfabriken.<ref name="paul-250">{{Literatur |Autor=Roland Paul |Titel=Von alten Berufen im Pfälzerwald |Herausgeber=Michael Geiger u. a. |Sammelwerk=Der Pfälzerwald, Porträt einer Landschaft |Verlag=Verlag Pfälzische Landeskunde |Ort=Landau (Pfalz) |Jahr=1987 |Seiten=250}}</ref> Das Rohmaterial, vor allem Holz und Besenginster, wurde unter anderem aus dem Holpertal beschafft. Die sozial- und industriegeschichtlichen Zusammenhänge lassen sich im 1997 eröffneten Bürstenbindermuseum mit einer Vielzahl von Exponaten erkennen.<ref name="museum">{{cite web |url=http://www.buerstenbindermuseum.de/ |author=Heimat- und Museumsverein des Bürstenmacherhandwerks Ramberg |title=Bürstenbindermuseum Ramberg |access-date=2011-06-24}}</ref> <br style="clear:left;" />

=== Wanderungen === Das Holpertal ist von Ramberg aus Ausgangspunkt für verschiedene Ziel- oder Rundwanderungen. Eine Tagestour verläuft zum Beispiel über die Drei Buchen zur Burgruine Meistersel und anschließend mit dem Wegzeichen roter Punkt durch einsame Wälder zur Ruine Ramburg und zurück ins Holpertal. In östlicher Richtung erreicht man nach kurzem Aufstieg das Ramberger Waldhaus, eine bewirtschaftete Hütte des Pfälzerwald-Vereins (PWV), von der man über einen Höhenweg – Markierung weißer Strich mit schwarzem Punkt – die Ruine Neuscharfeneck, die Landauer Hütte des PWV und die Aussichtskanzel des Orensfelsens erwandern kann. Ein weiterer häufig begangener Weg mit der Kennzeichnung blauer Strich führt in Richtung Rheinebene zur Trifelsblickhütte des PWV; von dort aus besteht die Möglichkeit, über die St.-Anna-Kapelle, eine Wallfahrtskirche, zum Haardtrand abzusteigen, zum Beispiel in die Weindörfer Burrweiler oder Gleisweiler.<ref name="wanderportal-pfalz-1">{{cite web |url=http://www.wanderportal-pfalz.de/stippvis/StippT2.htm |author=Wanderportal Pfalz |title=Rundwanderung 31: Drei-Burgen Wanderung |access-date=2011-11-01}}</ref> -->

== References == {{reflist}}

== Literature == * {{citation|editor-surname1=Deutscher Wetterdienst|title=Klima-Atlas von Rheinland-Pfalz |publisher=Verlag Deutscher Wetterdienst|location=Bad Kissingen|isbn=3881481354|date= 1957|language=German}} * {{citation|editor-surname1=Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz|title=Topographische Karte 1:25.000 Annweiler am Trifels |edition=4.|publisher=Verlag Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz|location=Koblenz|isbn=3896372882|date= 1999|language=German}} * {{citation|editor-surname1=Michael Geiger u.&nbsp;a.|title=Der Pfälzerwald, Porträt einer Landschaft |publisher=Verlag Pfälzische Landeskunde|location=Landau (Pfalz)|isbn=3980114716|date= 1987|language=German}} * {{citation|editor-surname1=Michael Geiger u.&nbsp;a.|title=Geographie der Pfalz |publisher=Verlag Pfälzische Landeskunde|location=Landau (Pfalz)|isbn=9783981297409|date= 2010|language=German}}

{{coord|49.2708|N|8.0148|E|source:wikidata-and-enwiki-cat-tree_region:DE|display=title}}

Category:Valleys of Rhineland-Palatinate